Fotografien von Emilie Jaquet
Der Torfmoorpfad
Der 2,8 km lange Torfmoorpfad ist ein echtes Fenster zur Natur und lässt Sie in die magische Atmosphäre der Moore eintauchen. Der 2022 erneuerte und angepasste Pfad ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich.
Ein Rundgang mit drei Themenbereichen
Dieses Naturerlebnis und der Besuch des Interpretationszentrums helfen, die Moorlandschaften besser zu verstehen, die über Jahrhunderte von der Natur geformt, aber auch durch menschliche Tätigkeiten – insbesondere den Torfabbau – geprägt wurden.
Geschichte der Bevölkerung der Region und Torfabbau
Der Torfabbau in der Region begann bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Torf diente damals als Heizmaterial. Im 20. Jahrhundert wurde der Abbau intensiviert und entwickelte sich insbesondere während des Zweiten Weltkriegs zu einer industriellen Tätigkeit, als ausländische Brennstoffe knapp geworden waren. Vor dem Abbau erstreckten sich die Moore über fast 1500 Hektaren der gesamten Talschaft. Heute sind rund 90 % dieser Moore verschwunden.
Naturgeschichte einer Region und deren Torfmoore
Die Torfmoore oder Hochmoore sind Relikte der letzten Eiszeit und entstanden vor fast 10‘000 Jahren. Wasser ist ein unerlässliches Element für die Entwicklung dieses Ökosystems, das ständig mit Wasser gesättigt bleiben muss. Diese Lebensräume beherbergen zwei ikonische Lebensformen: die Libellen und das Torfmoos. Diese Art Moos bildet durch Akkumulation die Torfschichten, sie wachsen im Durchschnitt einen Millimeter pro Jahr. Die Flora ist sehr spezialisiert und selten, da der saure, sauerstoff- und nährstoffarme Boden äusserst restriktive Lebensbedingungen bietet.
Zusammenleben
Unsere Gesellschaft erlebt seit einigen Jahren eine beispiellose Umweltkrise, die sich durch einen radikalen Klimawandel und eine Abnahme der Artenvielfalt zeigt. Es gibt zahlreiche Herausforderungen, damit diese dramatische Entwicklung gebremst wird. Die wichtigste ist zweifellos, dass wir unser Verhältnis zur Natur, unsere kollektiven Vorstellungen sowie unsere Vorurteile hinterfragen und Szenarien für die Zukunft entwerfen, in der dieses Zusammenleben harmonischer und nachhaltiger werden muss.




























